KW 15/2013 15.04.2013

Was wir letzte Woche auf den Edelmetallmärkten erlebten kann man nur als „Blutbad“ bezeichnen. War die Vorwoche schon von überdurchschnittlich starken Verlusten geprägt, so wurden diese in der aktuellen Berichtswoche nochmals getoppt. Allein am Freitag verloren Gold 4,7% und Silber 5,3%. So starke Tagesbewegungen sind sogar für die volatilen Geldmetalle extrem ungewöhnlich. Im Wochenverlauf schloss Gold bei 1.136 € (-6,4%). Das ist der tiefste Wert seit Mitte 2011. Silber fiel auf 20 € (-4,8%).


Nach wirklichen und offensichtlichen Gründen sucht man aber vergebens. Weiterhin sind die Überschuldung der Banken und Staaten sowie das Zwangskorsett der Einheitswährung weiter und bis auf weiteres ungelöst.

Seit Jahresbeginn sinken die Goldbestände der börsennotierten ETFs relativ stark (-12%). Neben Verkäufe sind hier aber auch Auslieferungen möglich. Im besten Fall ist das aber nicht die Erklärung, sondern nur ein Symptom des Abverkaufs.

Weiter wird in den Medien angeführt, dass Zypern noch mehr eigenes Geld für die eigene „Rettung“ auftreiben muss. So soll Mario Draghi fordern, dass der Inselstaat seine ca. 13,9 Tonnen Gold verkaufen soll. Dieses Gold hätte einen Marktwert von weniger als einer halben Milliarde Euro. Das sind Peanuts und würden ohne weitere Probleme von erfolgreichen Schwellenländern absorbiert werden können. Dieser möglicher Verkauf wird mit Sicherheit kein Grund für den Preissturz sein.


Wir sehen den Grund dafür, dass Gold und Silber derzeit out sind, eher in einem kleinen Wechsel in der „Rettungsstrategie“. Im Spannungsfeld zwischen Deflation (= Reduzierung der Geldmenge) und Inflation (= Ausweitung der Geldmenge) schlägt das Pendel in den letzten Wochen eher in Richtung Deflation um. V.a. die Beteiligung bzw. Enteignung der Sparer im Rahmen der Bankpleiten in Zypern bedeutet Vernichtung, also Reduktion der Geldmenge. Dieses Modell dient offenbar bis auf weiteres als Blaupause für die EURopäischen Machthaber, um das Unvermeidliche – den Währungskollaps – hinauszuzögern. Zusammen mit weiteren Kapitalverkehrskontrollen, undurchsichtigen Taschenspielertricks zwischen EZB und ESM, leichtfertiger EZB-Kreditvergabe und mäßigem Gelddrucken könnte das Finanzschneeballsystem noch deutlicher verlängert werden.


Vom bedingungslosen und edelmetallförderlichen Gelddrucken sind die verantwortlichen Eurokraten momentan aber weiter abgerückt. Die Korrektur ist heftiger als wir für möglich gehalten haben. Allerdings halten wir den langfristigen Aufwärtstrend bei den Edelmetallen für nach wie vor in Takt. Im übrigen gab es in der nun schon über 10 Jahre anhaltenden Edelmetall-Hausse keinen wirklichen anhaltenden, deutlichen Preisrückschlag. Nichts kann aber ununterbrochen steigen. Korrekturen sind gesund und bereinigen den Markt sowie Spekulationen. Gold und Silber bleiben das bessere Geld. 

22.09.2013

KW 38/2013

Berg- und Talfahrt in der letzten Woche bei den Edelmetallen. Zunächst tagten wieder einmal die geldsozialiststischen Planwirtschaftler der US-Notenbank. Erwartet wurden im Vorfeld deutliche Hinweise bzw. sogar Ankündigungen zur Reduzierung („Tapering“) der monatlichen Gelddruckerei von derzeit 85 Milliarden Dollar.Das ganze Jahr über wurde dieses Damoklesschwert von den Systemmedien und -analysten als die „logische“ Erklärung bei jedem Rücksetzer der Edelmetalle herangezogen. Wir...weiterlesen...
22.09.2013

KW 37/2013

Putin hat den Friedensnobelpreisträger vorgeführt und gezeigt wie Friedensdiplomatie geht. Die akute Kriegsgefahr sinkt in Syrien somit rapide. Die Edelmetallpreise folgen. Gold schloss mit 995 Euro. Das ist ein Wochenminus von 5,6%. Silber reagierte mit 16,70 Euro (-7,7%) typischerweise noch stärker als Gold.weiterlesen...
16.09.2013

KW 36/2013

Mit 1.054 Euro gab es bei Gold in der vergangenen Woche kaum Veränderungen (-0,1%). Silber dagegen stieg mit einem Plus von 2,3% auf 18,10 Euro. weiterlesen...
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